Verkehrspolitik

On-Demand-Verkehre

On-Demand-Verkehre

Eckpunkte zu On-Demand-Verkehren

On-Demand-Verkehre sollen zur verkehrlichen Entlastung beitragen, indem sie einen Anreiz bilden, auf Fahrten insbesondere mit Privat-Pkw zu verzichten. Dies wird erreicht durch Erleichterung des Zugangs zum bestehenden Linienverkehr.

Der Linienverkehr wird aus öffentlichen Mitteln bezuschusst, um Mobilität im Rahmen der Daseinsvorsorge zu gewährleisten. On-Demand-Verkehre sollen nur als zusätzliche Angebote den ÖPNV ergänzen und unterstützen.

Art und Umfang des On-Demand-Verkehrs wird durch die Kommune festgelegt. Dabei steht die Erweiterung und Qualität des ÖPNV-Angebots im Focus. Die Verkehrserbringung erfolgt durch das kommunale Verkehrsunternehmen oder wird durch dieses gesteuert.

Als Nahverkehrsleistungen werden On-Demand-Verkehre unter den tarifvertraglichen Bedingungen für den öffentlichen Nahverkehr erbracht, die in dem kommunalen Verkehrsunternehmen gelten. Die Stuttgarter Straßenbahnen AG bieten mit dem Pilotprojekt "SSB Flex" seit 2018 solche Verkehre in den Testgebieten Bad Cannstatt und Degerloch an. Dieser bedarfsgesteuerte Ergänzungsverkehr wird ausschließlich mit eigenen Fahrzeugen und eigenem Personal durchgeführt.

Zum 1. August 2019 weiten die Stuttgarter Straßenbahnen ihren SSB Flex Service auf das gesamte Stadtgebiet aus und stellen die Bedienzeiten teilweise um. Von Juni 2018 bis Juni 2019 nutzten rund 10.000 Fahrgäste diesen Service. Die durchschnittliche Wartezeit betrug dabei sieben Minuten.