Verkehrspolitik

Kostenloser Nahverkehr

Kostenloser Nahverkehr

Kostenloser öffentlicher Nahverkehr

ver.di lehnt einen kostenlosen ÖPNV nicht grundsätzlich ab, hält aber den Ausbau des Angebots und der Qualität für ein wirksames Mittel, um Menschen zum Wechsel vom Auto in den ÖPNV zu bewegen.

Vor Einführung eines kostenlosen Nahverkehrs oder Preissenkungen wie einer 365,-- Euro-Jahreskarte muss in jedem Fall zunächst die Finanzierung der Durchführung und auch der Infrastruktur ausreichend gesichert sein. Und auch der notwendige Ausbau bei zu erwartender höherer Auslastung muss finanziert werden.

Der öffentliche Nahverkehr mit Bussen, U-Bahnen und Straßenbahnen wird etwa zu 49 % aus Fahrgeldeinnahmen finanziert. Diese müssten durch die öffentliche Hand verlässlich ersetzt werden. Da die allermeisten Kommunen dazu aus eigener Kraft nicht in der Lage sind, wäre die Beteiligung des Bundes in großem Umfang notwendig.

Kostenloser Nahverkehr ist nicht wirklich kostenlos, sondern muss durch Steuern finanziert werden, also ebenfalls überwiegend auf Kosten der Bürger*innen.

Ein Umstieg auf kostenlosen Nahverkehr kann nur in Schritten erfolgen, da ein kurzfristiger Nutzeranstieg den jetzigen Nahverkehr überfordern und ihm schaden würde. ver.di beleuchtet das Thema darum genauer.

ver.di fordert außerdem für die Beschäftigten in den betroffenen Bereichen Vertrieb und Marketing eine Beschäftigungssicherung und das Angebot adäquater Ersatzsarbeitsplätze.