Privates Omnibusgewerbe

Manteltarifrunde 2021

Manteltarifrunde 2021

Tarifeinigung in der Manteltarifrunde für das private Omnibusgewerbe
ver.di Mitglieder stimmen Tarifergebnis zu

Nur durch schmerzhafte Zugeständnisse auf beiden Seiten konnte der Weg zu einer Einigung in der seit März dieses Jahres geführten Tarifkampagne gefunden werden. Das wurde auch im Rahmen der zweiten Urabstimmung deutlich.

Im privaten Omnibusgewerbe waren es 56,98 % der Mitglieder, die sich für die Annahme des Verhandlungsergebnisses ausgesprochen haben. Damit haben mehr als doppelt so viele Mitglieder für das Tarifergebnis gestimmt, als zur Annahme notwendig gewesen wäre.

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22./23. November 2021: Zwölfte Verhandlungsrunde

In der zwölften Verhandlungsrunde konnte in der Nacht vom 22./23. November 2021 ein Tarifergebnis erreicht werden. Nachdem bereits im Oktober 2021 viele wichtige Punkte geklärt werden konnten, wären die Verhandlungen in der zwölften Runde beinahe gescheitert. Nur durch schmerzhafte Zugeständnisse auf beiden Seiten konnte der Weg zu einer Einigung gefunden werden.

16. November 2021: Elfte Verhandlungsrunde

Nachdem am 15. November 2021 über 800 Busfahrerinnen und Busfahrer aus 20 Unternehmen landesweit gestreikt haben, wurden die Tarifverhandlungen im privaten Omnibusgewerbe am 16. November 2021 in elfter Runde fortgesetzt. 

Die Gespräche wurden am frühen Abend auf den 22. November 2021 vertagt. Die Arbeitgeber kündigten an, am kommenden Verhandlungstag ein neues Angebot vorzulegen. Zentraler Streitpunkt ist noch immer die Bezahlung der Standzeiten, die übrigen Punkte, wie zum Beispiel die Zuschläge, sind bereits geeint.

Der Brandbrief von ver.di für eine bessere Finanzierung des ÖPNV an die Landespolitik wurde am 16. November 2021 vom Grünen Landtagsabgeordneten Michael Joukov-Schwelling an Ministerpräsident Winfried Kretschmann übergeben. Das Schreiben wurde in der gestrigen Kundgebung in Stuttgart ausgehändigt.

15. November 2021: Landesweite Streikaktionen 

Am 15. November 2021 haben wir in zahlreichen Betrieben in Baden-Württemberf gemeinsam gestreikt. Es fand eine große Aktion in der Landeshauptstadt statt mit einem Demozug durch Stuttgart und einer Kundgebung vor dem Finanzministerium. 800 Fahrerinnen und Fahrer haben den Verkehr lahmgelegt und für bessere Arbeitsbedingungen protestiert.

29. Oktober 2021: Zehnte Verhandlungsrunde

Der Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe endete auch nach zehn Verhandlungen ohne ErgebnisIn Sindelfingen trafen sich am 29. Oktober 2021 ver.di und die Arbeitgeberseite (WBO) zum zehnten Mal seit April 2021 zu Tarifverhandlungen. Auch an diesem Tag wurde kein Ergebnis erzielt. Zentraler Streitpunkt ist noch die Bezahlung der Standzeiten. Es braucht offensichtlich vor der elften Runde noch ein deutliches Signal an die Arbeitgeberseite.

 19. Oktober 2021: Neunte Verhandlungsrunde

Im Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg fanden am 19. Oktober 2021 die neunten Tarifverhandlungen zum gekündigten Manteltarifvertrag zwischen ver.di und WBO statt.

Für die Verhandlungen hatten sich ver.di und der WBO vorgenommen, den noch strittigen Punkt, die Bezahlung der Standzeiten, intensiv zu behandeln. Die Arbeitgeber waren aber bei den Gesprächen in Sindelfingen nicht bereit, ihr Angebot zu verbessern. Die Tarifkommission von ver.di hat im Anschluss an die Verhandlungen beschlossen, nun Streiks vorzubereiten. Ein weiterer Verhandlungstermin am 29. Oktober 2021 wurde von ver.di aber nicht abgesagt. 

4. Oktober 2021: Achte Verhandlungsrunde

Für diese Verhandlungen hatten sich ver.di und der WBO vorgenommen, zunächst unter anderem die Themen Zuschläge und neue Lohngruppen zu einen, um sich in einer weiteren Verhandlungsrunde auf den Hauptkonflikt, die Bezahlung der Standzeiten, fokussieren zu können. Wir sind ein gutes Stück vorangekommen, aber noch lange nicht am Ziel. Bis zur neunten Runde werden wir auf Streiks verzichten. Im  Gegenzug erwarten wir von den Arbeitgebern am 19. Oktober 2021 Bewegung bei der Bezahlung der Standzeiten.

23./24. September 2021: Siebte Verhandlungsrunde

Nach drei Tagen Streik und zwei weiteren Verhandlungstagen stecken die Verhandlungen zu den Pausenregelungen fest. Die Arbeitgeber haben ihr Angebot zwar verändert, verbessert hat es sich aber leider fast gar nicht. Der WBO besteht weiter darauf, die Reduzierung des maximalen Pausenabzugs schrittweise über einen Zeitraum von fünf Jahren vorzunehmen.

13.-15. September 2021: Landesweite Streikaktionen

Am 13./14./15. September 2021 haben wir in zahlreichen Betrieben in Baden-Württemberf gemeinsam gestreikt. Beteiligt waren über 20 Betriebe mit fast 40 Betriebshöfen und Standorten. Am 14. September 2021 fand eine große Aktion in Stuttgart statt mit einem Demozug durch Stuttgart und einer Kundgebung auf dem Karlsplatz. 800 Fahrerinnen und Fahrer haben den Verkehr lahmgelegt und für bessere Arbeitsbedingungen protestiert.

26. Juli 2021: Sechste Verhandlungsrunde

Im Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg fand am 26. Juli 2021 ein sechster und vorerst letzter Termin zwischen ver.di und WBO statt, um noch vor den Sommerferien eine Lösung auf dem Verhandlungsweg zu finden. Ein Ergebnis wurde auch heute nicht erreicht. Die Verhandlungen sollen aber Ende September 2021 fortgesetzt werden. ver.di wird in den kommenden Wochen vor Ort in den Betrieben das Gespräch mit den Beschäftigten suchen und sie auf eine Zuspitzung des Tarifkonflikts im Herbst vorbereiten.

22. Juli 2021: Fünfte Verhandlungsrunde

Im Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg fand am 22. Juli 2021 ein fünfter Termin zwischen ver.di und WBO statt, um noch eine Lösung auf dem Verhandlungsweg zu finden. Ein Ergebnis wurde nicht erreicht. Die Verhandlungen gehen aber am kommenden Montag weiter.

12. Juli 2021: Sondierungsgespräch

Im Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg findet am 22. Juli 2021 ein fünfter Termin zwischen ver.di und WBO statt, um noch eine Lösung auf dem Verhandlungsweg zu finden. Dies hat die ver.di-Tarifkommission heute nach dem gestrigen Sondierungsgespräch beschlossen.
Bis zum 22. Juli 2021 finden darum keine Streiks statt.

Ab 1. Juli 2021: Urabstimmung und Warnstreiks

In der Zeit vom 1. bis 8. Juli 2021 fand die Urabstimmung begleitet mit Warnstreiks in den organisierten Betrieben des privaten Omnibusgewerbes statt. Es haben sich insgesamt 25 Betriebe und 666 ver.di Mitglieder beteiligt. Es hatten sich 97,9 Prozent der zur Abstimmung aufgerufenen Mitglieder für Arbeitskampfmaßnahmen zur Durchsetzung der Forderungen ausgesprochen.
Damit wäre der Weg auch für längere und unbefristete Arbeitsniederlegungen grundsätzlich frei.

26. Juni 2021: Vierte Verhandlungsrunde

In der Manteltarifrunde für die Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg fand am Samstag, den 26. Juni 2021 die vierte Verhandlungsrunde statt. Gegen 15.00 Uhr haben die Arbeitgeber allerdings den Verhandlungstisch überraschend verlassen.
Zuvor wurde deutlich, wie weit die Vorstellungen von WBO und ver.di voneinander entfernt sind. 

Sehr überraschend haben die Arbeitgeber die Forderung von ver.di, die schon zur ersten Verhandlungsrunde vorlag, zum Anlass genommen, das Verhandlungsgespräch vorzeitig abzubrechen.  Sie weigerten sich auch, weitere Verhandlungstermine zu vereinbaren.

Die ver.di-Tarifkommission hat deshalb entschieden, die Mitglieder zur Urabstimmung über unbefristete Streiks aufzurufen. Die Urabstimmung wird im Rahmen von Warnstreiks durchgeführt.

Ab 16. Juni 2021 - Erste Warnstreiks 

Im Rahmen der Manteltarifrunde für das private Omnibusgewerbe ruft ver.di diese und nächste Woche zu Warnstreiks an verschiedenen Standorten in Baden-Württemberg auf. Die Arbeitgeber hatten zuletzt am Freitag (dritte Verhandlungsrunde) keinerlei Bereitschaft erkennen lassen, auf die Forderungen von ver.di einzugehen.

11. Juni 2021 - Dritte Verhandlungsrunde ohne Angebot!

Am 11. Juni 2021 fand die dritte Verhandlungsrunde zum gekündigten Manteltarifvertrag für das private Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg mit dem Arbeitgeberverband WBO statt.

In dieser Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber zugegeben, dass sie uns an den Geldbeutel wollen. Sie haben ihr wahres Gesicht gezeigt. Es gab nur Gegenforderungen und kein Angebot.

Wir haben den Manteltarifvertrag gekündigt, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern!
Wir bleiben bei unseren Forderungen - in der vierten Vrhandlungsrunde muss sich der Arbeitgeber ein bisschen mehr Mühe geben!

21. Mai 2021 - Zweite Verhandlungsrunde

Am 21. Mai 2021 fand die zweite Verhandlungsrunde zum gekündigten Manteltarifvertrag für das private Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg mit dem Arbeitgeberverband WBO statt.

Es wurde erneut deutlich, wie weit die Arbeitgeber von unseren Forderungen entfernt sind. Sie dachten mitnichten daran, uns ein konstruktives Angebot zu den Pausenregelungen und den Zuschlägen zu machen.

7. Mai 2021 - Erste Verhandlungsrunde 

Am 7. Mai 2021 fand die erste Verhandlungsrunde zum gekündigten Manteltarifvertrag für das private Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg mit dem Arbeitgeberverband WBO statt.
Die Arbeitgeberseite hat Gegenforderungen im Bereich Jahressonderzahlung und Arbeitszeitkonten aufgestellt zu Lasten der Beschäftigten. Auch einer Absenkung von Zuschlägen werden wir nicht zustimmen.

26. April 2021: Aller Anfang ist schwer - Auftakt zu den Manteltarifverhandlungen

Im ersten Gespräch mit der Arbeitgeberseite am 26. April 2021 ging es erst mal um formelle Dinge. Aufgrund der Corona-Pandemie wollen sie keine Präsenzsitzungen. Die Arbeitgeber haben betont, dass auch sie großes Interesse an einer Überarbeitung des Manteltarifvertrages haben. Wir haben betont, dass wir keine Dauer-Verhandlungen wollen. Ein Verschleppen der Manteltarifrunde werden wir nicht zulassen.

März 2021

Die Forderungen zur Manteltarifrunde wurden von der ver.di Tarifkommission beschlossen: 
Pausen und Zuschläge!

Pausen und Zuschläge sind die wichtigsten Themen in der anstehenden Tarifrunde für das private Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg. Nach einer Umfrage bei den Beschäftigten zur Forderungsfindung hat die ver.di Tarifkommission auch so beschlossen.

Konkret fordern wir:

  • dass Pausen nur nach dem Arbeitszeitgesetz abgezogen werden. Die übrige Schichtzeit ist bezahlte Arbeitszeit (Änderungen in § 3 und § 8).
  • Nachtarbeitszuschläge werden auf 30 %, Sonntagszuschläge werden auf 50 % vereinheitlicht und es findet keine gegenseitige Anrechnung statt (Änderungen in § 10)

Bereits im Herbst 2020 hatte die ver.di Tarifkommission die Kündigung des Manteltarifvertrages zum 31. März 2021 beschlossen und sich intensiv mit der Forderungsfindung befasst.