Privates Omnibusgewerbe

Lohntarifrunde 2019

Lohntarifrunde 2019

7,6 % mehr Lohn im privaten Omnibusgwebe und Azubis mit dabei!

In der vierten Verhandlungsrunde im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg hat ver.di am 22. März 2019 in Böblingen ein Tarifergebnis erreicht. Die Einigung mit dem Arbeitgeberverband WBO sieht Lohnsteigerungen voninsgeamt 7,6 Prozent vor. Möglich wurde die Einigung, weil die Arbeitgeber nach harten Verhandlungen bereit waren, nachdem sich 95,6 Prozent der ver.di Mitglieder in einer Urabstimmung für Streiks zur Durchsetzung der Forderungen ausgesprochen hatten, ihr bisheriges Angebot zu verbessern. Der Urabstimmung waren zwei Warnstreikwellen vorangegangen, bei denen sich rund 1.200 Beschäftigte aus fast 30 Betrieben an den ganztägigen Arbeitsniederledungen beteiligt hatten.

Der Tarifabschluss im Einzelnen:

  • Lohnerhöhung ab 01.03.2019 um 3,3 %
  • Lohnerhöhung ab 01.01.2010 um 2,3 %
  • Lohnerhöhung ab 01.01.2021 bis 30.09.2021 um 2,0 %
  • Für die Monate Januar und Februar 2019 eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro
  • Erstmalig wurden die Auszubildenden in Werkstatt und Fahrbetrieb in den Tarifvertrag aufgenommen
    Sie erhalten im 800 € im ersten Ausbildungsjahr, 950 € im zweiten Ausbildungsjahr und 1.100 € im dritten Ausbildungsjahr. Die Azubivergütung wird ab 01.01.2020 automatisch den Tariferhöhungen angepaßt.

Die Tarifkommission hat diesem Ergebnis mit sehr großer Mehrheit zugestimmt.

95,6 Prozent bei Urabstimmung im privaten Omnibusgewerbe für Arbeitskampf!
Nachdem sich in der Urabstimmung im privaten Omnibusgewerbe Baden-Württemberg 95,6 Prozent der befragten ver.di Mitglieder das bisherige Angebot abgelehnt hatten, haben die Arbeitgeber noch innerhalb der von ver.di gesetzten Frist angekündigt, doch noch ein verbessertes Angebot abgeben zu wollen.
ver.di wird deshalb im Gegenzug auf Arbeitsniederlegungen bis zum nun vereinbarten Verhandlungstermin am 22. März 2019 verzichten.

18. Februar 2019
Die dritten Tarifverhandlungen sind trotz zweier Warnstreikwellen ergebnislos beendet worden. Der Arbeitgeberverband war nicht bereit, sein Angebot "ausreichend" zu verbessern. Angeboten wurden 3,0 % und 2,3 % bei einer Laufzeit von 26 Monaten, dies würde die Lohnschere zum kommunalen Nahver weiter öffnen.

Die ver.di Tarifkommission hat dann nach einem letzten Einigungsversuch am Abend das Scheitern der Verhandlungen erklärt. Die Gewerkschaft ver.di wird nun ab nächster Woche die Einleitung der Urabstimmung in den Betrieben vorbereiten. Damit wären auch unbefristete Arbeitsniederlegungen im Busverkehr möglich. 

7. Februar 2019
Die Arbeitgeber haben in der heutigen zweiten Verhandlungsrunde ein erstes Angebot vorgelegt:
Der WBO schlägt zwar Erhöhungen von insgesamt 5,8 % vor, allerdings bei drei Jahren Laufzeit.
Damit würde lediglich die derzeitige Inflationsrate ausgeglichen werden.
Die ver.di Tarifkommission lehnt dieses Angebot als völlig unzureichend ab.
Mit weiteren Warnstreikaktionen bis zur nächsten Tarifverhandlung ist zu rechnen.

18. Januar 2019
Heute fand die erste Tarifverhandlung zum gekündigten Lohntarifvertrag für das private Omnibusgewerbe mit dem Arbeitgeberverband WBO statt.

Die ver.di Tarifkommission hat nach Diskussionen in den Betrieben folgende Forderung aufgestellt:

  • Erhöhung des Stundenlohnes um 5,6 %
  • Laufzeit: 12 Monate
  • Aufnahme von Azubilöhnen in den Tarifvertrag
    (1. Lehrjahr: 850 €; 2. Lehrjahr: 950 €; 3. Lehrjahr: 1050 €)

Der Arbeitgeberverband sagt: Die Löhne sind hoch genug und kam ohne ein Angebot in die Verhandlungen. Unsere Forderungen seien unverschämt und abwegig. Auch im Laufe der Verhandlung wollte er kein eigenes Angebot abgeben.
Wir werden jetzt in den Betrieben diskutieren, wie wir darauf reagieren!

20. November 2018
Die ver.di Tarifkommission hat in seiner Sitzung am 20. November 2018 die Kündigung des Lohntarifvertrages zum 31. Dezember 2018 beschlossen. Die Diskussionen in den Betrieben zur Forderung haben bereits im Oktober 2018 begonnen. Die Lage im privaten Omnibusgewerbe hat sich weiter verschlechtert. In fast allen Betrieben herrscht Fahrermangel, die Beschäftigten leisten regelmäßig Überstunden oder haben einen Nebenjob, die Schichten werden immer länger!
Es wird Zeit, dass unser Job wieder attraktiv wird!