Luftverkehr

Tarifrunde LOSCH

Tarifrunde LOSCH

ver.di erreicht Tarifergebnis bei LOSCH Airport Service im Gesamtvolumen von 5,6 Prozent!

Nach einem Jahr schwieriger und komplexer Tarifverhandlungen haben wir uns am 28/29. Juni 2018 auf einen Tarifabschluss geeinigt!
Für die Beschäftigten, die bei der Abfertigung und Innenreinigung von Flugzeugen oder für die Nachtluftpost arbeiten, erreichte ver.di ein Gesamtpaket im Volumen von 5,6 Prozent. Darin enthalten sind wirksame Lohnsteigerungen von im Schnitt mehr als drei Prozent in diesem Jahr und zwei Prozent im nächsten Jahr. Für alle Nachtschichten wurden Mindestschichtgrößen vereinbart, deren Unterschreitung einen zusätzlichen Urlaubsanspruch für die betroffenen Beschäftigten bedeutet. Außerdem wurden fünf Tage Extraurlaub für Beschäftigte in der Nachtschicht vereinbart sowie eine Erhöhung der Jahressonderzahlung und weitere Einmalzahlungen. Der Tarifvertrag läuft bis Ende 2019.

Am 7./8. Mai 2018: Neunte Tarifverhandlung
Wir sind ein gutes Stück vorangekommen. Es gibt aber noch viele offene Fragen und der Arbeitgeber hat eine lange Liste mitgenommen, zu welchen Themen er noch vor der nächsten Verhandlung konkreter werden muss. Im Bereich Cleaning steht der feste Teiler bereitts. Offen ist noch, wie diese Werte sich ändern, wenn das Auftragsvolumen sinkt. Die Lohntabelle für 2018 und 2019 ist fast vereinbart. Für den Bereich DHL und NLP wird der LES abgeschafft. Die Tabelle für 2018 ist fertig. Für das Jahr 2019 wird die Lohnsteigerung noch berechnet. Die Splitdienstzulage wird erhöht. Wir haben eine Gabelstaplerzulage von 1 Euro durchgesetzt. Der Arbeitgeber bietet an, dass alle Beschäftigten einmal im Quartal drei Tage zusammenhängend frei bekommen. Für die Nachtschichtler bietet der Arbeitgeber uns 4 Tage extra Entlastungsurlaub an, gefordert haben wir 5 Tage extra Urlaub. Im BVD wollen wir als Ausgleich für die schwachen  Monate einen Festbetrag. Wir wollen, dass der Tarifvertrag höchstens bis Ende 2019 laufen soll. Der Arbeitgeber fordert eine Laufzeit von 3 Jahren.

26. April 2018: Achte Tarifverhandlung
In einigen Punkten sind wir uns näher gekommen, in wichtigen Punkten liegen wir aber noch weit auseinander. Wir wollen eine Laufzeit des Tarifvertrages bis Ende 2018, der Arbeitgeber fordert eine Laufzeit von 3 Jahren. Für den Bereich Cleaning fordern wir einen höheren Stundenlohn. Im Bereich DHL und Post wird es einen individuellen Stundenlohn geben und der LES wird abgeschafft. Für die Nachtschichtler fordern wir mehr 5 Tage mehr Urlaub, der Arbeitgeber bietet bislang nur unter bestimmten Umständen 4 Tage an. Die Splitdienstzulage soll erhöht werden und es konnte eine Gabelstaplerzulage von 1 Euro durchgesetzt werden. Für den Bereich BVD wollen wir als Ausgleich für schwache Monate einen Festbetrag pro Monat.

 

20. März 2018: Siebte Tarifverhandlung
Für den Bereich Cleaning liegt von der Arbeitgeberseite ein Vorschlag zur Ausschüttung vor, der jedoch noch nicht konkret genug ist. Im Bereich Nachtluftpost und DHL hat der Arbeitgeber ein Angebot zum Stundenlohn gemacht, hier ist noch die Splitdienstprämie zu klären. Für den Bereich BVD liegt das Angebot über eine monatliche Pauschale vor, welches jedoch noch ungenügend ist.

19. Februar 2018: Sechste Tarifverhandlung
Für den Bereich Cleaning wollen wir genau nachrechnen, ob der Teiler bei zehn liegen soll oder niedriger. Im Bereich Nachtluftpost sollten die Ausschüttungswerte für den Abgang abends verdoppelt werden. Hier ist der Arbeitgeber bereit, über die Verdoppelung zu sprechen. Für den Bereich BVD brauchen wir  vor allem eine Ausgleichszahlung für die Wintermonate.

22. Januar 2018: Fünfte Tarifverhandlung
Noch unter dem Eindruck der gut besuchten Betriebsversammlung am 19. Januar 2018 hat der Arbeitgeber einige Ideen zur Weiterentwicklung des Tarifvertrages präsentiert. Die Botschaft lautete: Überall da, wo das LES nicht mehr richtig funktioniert, soll repariert und nachgebessert werden! Die ver.di Tarifkommission fordert ordentliche Lösungen für die Bereiche Cleaning und Nachluftpost, BVD und DHL!

19. Dezember 2017: Vierte Tarifverhandlung
Wie beim vorgehenden Verhandlungsstermin brachte der Arbeitgeber Beispielberechnungen mit, durch die ein Vergleich zwischen der derzeitigen Entgeltberechnung im Monatsintervall und einer tagegenauen Abrechung erfolgen konnte. Die Arbeitgeberseite konkretisierte die Berechnungsbeispiele im Verlauf der Verhandlung und bewertete das Tabellenlohnangebot als Verhandlungsbasis. Die ver.di Tarifkommission erklärte die tagesgenaue Abrechnung als zugleich konsequentere und gerechtere Umsetzung des Gruppenleistungslohnes und machte dies zur Bedingung für weitere Verhandlungen. Daraufhin wurden die Verhandlungen vertagt.

11. Oktober 2017: Dritte Tarifverhandlung
In der dritten Tarifverhandlung am 11. Oktober 2017 hat der Arbeitgeber ein erstes Angebot vorgelegt, welches von der ver.di-Tarifkommission bewertet wurde. Hierbei ergaben sich zahlreiche offene Fragen. In der Folge gelang es, über unsere einzelnen Forderungen mit der Arbeitgeberseite ins Gespräch zu kommen.

8. September 2017: Zweite Tarifverhandlung
Die zweite Tarifverhandlung fand am 8. September 2017 statt. Hier wurden die Forderungen der ver.di-Tarifkommission dem Arbeitgeber vorgestellt und es fand eine erste Bewertung der vom Arbeitgeber vorgelegten Zahlen statt.

1. August 2017: Erste Tarifverhandlung:
Am 1. August 2017 hat die erste Tarifverhandlung mit der Arbeitgeberseite stattgefunden. In dieser ersten Tarifrunde war keine Annäherung in Sicht. Unsere Position ist unverändert: Wir wollen mehr Lohn. Wir wollen einen festen Stundenlohn, mit dem man verlässlich rechnen kann, für den man nicht seine Gesundheit verkauft - und von dem man trotzdem leben kann.

Am 27. Juni 2017 wurden die beschlossenen Forderungen der Geschäftsführung überreicht:

- Wir wollen verlässliches Einkommen und gesunde Arbeitsbedingungen statt LES
- Eine Lohnerhöhung unter Abschaffung des LES
- Einstiegslohn über 10,50 Euro mit Stufenaufstieg, z. B. nach vier Jahren mindestens 12 Euro
- Fixe Sonderzahlungen
- Überstundenzuschläge ab der 1. Überstunde
- Erhöhung der Zuschläge bei Sonntags-, Feiertags-, Nachtarbeit
- Erhöhung der Urlaubstage
- Entlastung der Nachtschichtler
- Regelung der Mindestbesetzung der Schichten 

Bereits im März 2017 wurde der Tarifvertrag mit der LOSCH Airport Service GmbH nach Beschluss der Tarifkommission durch ver.di gekündigt.