Luftverkehr

Flughafen Friedrichshafen

Flughafen Friedrichshafen

Wir erwarten ein besseres Angebot! Arbeitgeber braucht Zeit zum Rechnen!

Nach dem Warnstreik von Montag hat die Tarifkommission den Arbeitgeber aufgefordert, bis zum 22. Januar 2020 ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.
Der Arbeitgeber hat der Tarifkommission mitgeteilt, dass er noch im Laufe der Woche ein verbessertes Angebot vorlegen kann.

Aufruf zum Warnstreik am Montag, den 20. Januar 2020 beim Flughafen Friedrichshafen

Zur Durchsetzung unserer berechtigten Forderungen hat ver.di die Beschäftigten im Geltungsbereich der Anlage 1 des Tarifvertrages zu einem befristeten Warnstreik aufgerufen.

Zweite Tarifverhandungsrunde

Am Freitag, den 17. Januar 2020 haben wir zum zweiten Mal mit dem Arbeitgeber über eine Lohnerhöhung verhandelt. Nachdem er in der ersten Runde nur eine erfolgsabhängige Einmalzahlung anbot, warteten wir konsterniert auf ein besseres Angebot, welches wie folgt aussah:

- April 2020: Einmalzahlung (0,5 %)
- April 2021: Lohnerhöhung um 0,5 %, rückwirkend zum 01.01.2021
- April 2022: Lohnerhöhung um 0,75 %, rckwirkend zum 01.01.2022

Wir haben dieses Angebot als nicht verhandlungsfähig zurückgewiesen!

Wir fordern:
- eine Laufzeit von zwei Jahren
- 2 € mehr Stundenlohn in allen Entgeltgruppen jeweils zum 01.01.

Erste Tarifverhandlungsrunde

Am Freitag, den 13. Dezember 2019 fand die erste Tarifverhandlung mit der Arbeitgeberseite statt, um über die Entgeltregelungen (Anlage 1) zu sprechen. Diese gilt unverändert seit zwei Jahren, also zwei Jahre ohne Lohnerhöhung. Der Arbeitgeber erklärte, dass für Lohnerhöhungen kein Geld da sei. Er schlug vor, die Tabelle wieder nicht zu erhöhen, sondern nur eine erfolgsabhängige Einmalzahlung festzulegen. Die ver.di Tarifkommission hat der Arbeitgeberseite daraufhin eine klare Absage erteilt. 

Die Entgeltregelungen für die Beschäftigten wurden zum 31. Dezember 2019 gekündigt

Am 6. November 2019 traf sich die betriebliche Tarifkommission zur Auswertung der Umfrage bei den Beschäftigten über die Forderungen zum gekündigten Entgelttarifvertrag. Das Ergebnis ist eindeutig: Wir brauchen deutlich mehr Bewegung in allen Entgeltgruppen. Nur mit ein paar Cent mehr pro Stunde wollen wir uns nicht abspeisen lassen.

Die Tarifkommission hat den Arbeitgeber zu Tarifverhandlungen aufgefordert.
Jetzt ist der Arbeitgeber am Zug. 

Die Tarifverhandlungen für den Bodenseeairport sind in Vorbereitung

Die Entgeltregelungen unseres Tarifvertrages am Flughafen Friedrichshafen wurden 2017 tarifiert und können zum 31.12.2019 gekündigt und neu verhandelt werden.

Anlässlich einer Mitgliederversammlung am 22.07.2019 hat die Geschäftsleitung über die aktuelle Finanzlage berichtet. Das Loch, das die Germania-Pleite gerissen hat, sei noch nicht gestopft. Wir sind der Meinung, wer einen Flughafen betreiben will, muß auch das Geld mitbringen, um die Beschäftigten anständig zu bezahlen.

Wir haben darum eine Tarifkommission gewählt, die entschieden hat, dass die Entgeltregelungen gekündigt und neu verhandelt werden sollen. Die möglichen Forderungen für die Tarifverhandlungen werden noch im Sommer diskutiert und beschlossen.

Knappe Kassen - wie ist der Stand?

Nach der Germania-Pleite gab es Unruhe am Bodenseeairport. Zuletzt hat Germania für 25 % des Umsatzes der FFG gesorgt. In einer Mitgliederversammlung im Februar 2019 hat die Geschäftsleitung zugesagt, alles zu tun, um die Einnahmlücke zu schließen.

Kurz nach Ostern hat die Geschäftsleitung nun offiziell Entwarnung gegeben. Abweichungen von den tariflich vereinbarten Leistungen soll es in diesem Jahr nicht geben. Auch die erfolgsabhängige Auszahlung - die ja als Ersatz für eine Lohnerhöhung vereinbart war, ist mittlerweile auf den Konten gelandet.

Das ist aber kein Grund, sich zurückzulehnen. Denn die Entgeltregelungen laufen schon Ende dieses Jahres aus. Dann werden wir wieder verhandeln - und es gilt wie immer: je stärker wir sind, desto besser ist das Ergebnis. Die nächsten Schritte im Sommer sind die Wahl einer Tarifkommission und die Diskussion zu möglichen Forderungen.